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Was auf jeden Fall ungewohnt klingt, und wahrscheinlich auch nicht unmittelbar nachvollziehbar erscheint, ist eine sehr effektive Möglichkeit, den eigenen Trainingserfolg zu steigern. Wir sprechen in diesem Zusammenhang vom so genannten Zeigarnik-Effekt.
Dieser ist bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt worden und sagt in Kurzform Folgendes: Das Unterbewusstsein beschäftigt sich länger mit unterbrochenen und unerledigten Tätigkeiten als mit abgeschlossenen.

 

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Gute Nachrichten zum Jahresbeginn: Die Königsklasse des Rallye-Sports – die FIA World Rally Championship – bleibt uns Fernsehzuschauern in Deutschland erhalten. Der deutsche Sportsender Sport1 hat ein umfangreiches Rechtepaket bis einschließlich 2016 beim Promoter der Rallye-WM erworben.

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Wir haben vor den Fernsehern die Rennen geschaut, wir haben in der Boxengasse die Daumen gedrückt und auf den Monitoren in der Box mitgefiebert. So haben wir die Rennsaison 2014 gesehen. Was aber abseits der bewegten Bilder noch “besprochen” wurde – einen kleinen Einblick dazu gibt es hier. Teamchefs und Fahrer mit ihren besten Sprüchen.

 

 

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Am 21. Februar 2015 dreht sich am Sachsenring alles um neue Talente im Tourenwagensport. An diesem Tag veranstaltet die Deutsche Tourenwagenchallenge des DMSB (DTC – ADAC PROCAR) einen Sichtungstag auf der so genannten “kleinen Nordschleife” in Sachsen.

 

 

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Besuch aus dem Rallyesport bei Glatzel Racing

Es wird immer wieder heiß diskutiert. Welcher Motorsport bietet die größere Herausforderung: Rallye oder Tourenwagen? Letztlich ist es - wie so oft - eine individuelle Entscheidung.
Umso interessanter ist es, wenn ich als Rallyefahrer und Coach an der Rennstrecke Rallye-Kollegen begrüßen und mit ihnen gemeinsam fachsimpeln kann. Im konkreten Fall war es eine Rallyefahrerin und Co-Pilotin, die uns bei Glatzel-Racing besuchen kam: Tina Annemüller.

Die junge Rennfahrerin ist seit 2005 im Rallyesport aktiv. In dieser Zeit hat sie in erster Linie als Co-Pilotin gearbeitet und gemeinsam mit Raphael Sulzinger 2012 den ADAC-Rallye-Junior-Cup gewonnen. Seit diesem Jahr ist sie auch als Fahrerin bei Rallyes unterwegs. Sie steuerte einen Citroën DS3 R1 gemeinsam mit Co-Pilotin Heidi Koppe bei der AvD Sachsen Rallye und bei der Wartburg-Rallye in Eisenach.

Doch am letzten Rennwochenende der Deutschen Tourenwagen Challenge war sie am Hockenheimring zu Gast beim Bruno Banani-Team und Glatzel Racing. Über ihre Motivation, am Hockenheimring dabei zu sein, sagt sie: "Da ich sehr gerne Kart fahre, und gleichzeitig  auch ein Rallyeauto, interessiert es mich ganz zwangsläufig, mal Tourenwagenluft zu schnuppern." So konnte sie bei uns alle Abläufe direkt miterleben, inklusive Rennerlebnis direkt an der Boxenmauer. "Das Zusehen ist ja unglaublich nervenaufreibend. Nur gut, dass ich im Rallyeauto immer voll konzentriert fahre und so etwas von außen nicht mitbekommen muss!" beschreibt sie ihre Eindrücke des ersten Rennens der DTC an diesem Wochenende.

Als Fazit konnten wir gemeinsam feststellen, dass es viele Parallelen in den beiden Rennsportarten gibt. Und natürlich auch eine Menge Unterschiede.

Das gesamte Team hat sich jedenfalls sehr gefreut, Tina Annemüller dieses Rennerlebnis "from inside" nahebringen zu können, und wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung. Denkbar ist ja auch, dass das Team von Glatzel-Racing umgekehrt zu einer Rallye kommt und dort zuschaut.

Turbulenter Saisonabschluss der DTC in Hockenheim

 

Alle Zeichen in der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB standen auf Spannung: Der Meistertitel in der Division 1 war noch offen, der Vizemeistertitel in der Division 2 war ebenfalls noch nicht vergeben. Einzig David Griessner konnte sich in der Division 2 über den vorzeitigen Meistertitel freuen.

Bereits das Qualifikationstraining wartete mit einer handfesten Überraschung in der Division 2 auf: Andreas Rinke sicherte sich die erste Startposition überlegen mit einem sagenhaften Vorsprung von knapp 1,4 Sekunden! Das Paket aus guter Streckenkenntnis und perfekter Aerodynamik von Rinke und seinem Citroen Saxo schien unschlagbar.

Diese Position sicherte er sich auch im Rennen. Ungefährdet konnte er im ersten Rennen des Sonntags seinen ersten Sieg in dieser Saison einfahren. Hinter ihm kam Nils Mierschke mit einem vollständig neu aufgebauten Ford Fiesta ST ins Ziel. Mierschke war von Position 7 ins Rennen gegangen und konnte mit diesem Erfolg ein erstes Achtungszeichen setzen. Auf den Plätzen 3 und 4 fuhren die beiden Bruno Banani-Fahrer Ralf Glatzel und Kai Jordan ins Ziel. Beide "erbten" ihre Positionen von ihrem Teamkollegen Yury Krauchuk.

Schnellste Sektorenzeit trotz gelber Flagge

Dieser gab seine ursprünglich dritte Position allerdings nicht freiwillig auf. Krauchuk bekam eine Durchfahrtsstrafe der Rennleitung wegen einer schnellsten Sektorenzeit unter gelber Flagge aufgebrummt. Diese wollte er in der letzten Runde absolvieren. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings die Boxeneinfahrt reglementkonform bereits geschlossen und er wurde - ohne abgewunken zu werden - direkt in den Parc Fermé dirigiert. Große Verwirrung machte sich im Bruno Banani-Team breit: Ist er nun gewertet worden, und wenn ja, auf welchem Platz? Für Krauchuk ging es an diesem Wochenende um Platz 3 in der Meisterschaft!
Die Rennleitung entschied nach dem Rennen, dass Krauchuk gewertet würde und eine Strafe von 30 Sekunden auf seine Gesamtfahrtzeit addiert bekommt. Somit rutschte er von einem sicheren 3. Platz im Rennen auf Platz 6.

Hoffentlich hält das Auto durch!

Ralf Glatzel, der die Vizemeisterschaft in der Division 2 anstrebte, brauchte nach seinem 3. Platz in Rennen 1 lediglich einen weiteren Meisterschaftspunkt, um ungefährdet Vizemeister zu werden. Jedoch hatte das gesamte Team noch die Bilder des Saisonabschlusses 2012 an gleicher Stelle vor Augen: Glatzel brauchte ebenfalls nur einen Punkt, jedoch machte im 2. Rennen ein defektes Getriebe mit anschließend brennendem Auto dem Vizemeistertitel den Garaus.

Doch davon ließ sich Glatzel in diesem Jahr nicht beeindrucken. Mental stark begann er das zweite Rennen. Das Ziel war, sich aus allen Positionskämpfen heraus zu halten und sein Rennen zu beenden. Darüber hinaus wollte er noch dem Teamkollegen Krauchuk den Rücken stärken, um dessen 3. Gesamtplatz zu sichern.
Im Rennen musste sich Krauchuk allerdings dem deutlich stärker fahrenden Mierschke geschlagen geben und kam auf Rang 3 ins Ziel. Der größte Widersacher um den 3. Gesamtrang Andreas Rinke gewann jedoch auch das 2. Rennen am Sonntag und übernahm mit nur einem Punkt Vorsprung auf Krauchuk dessen 3. Gesamtrang. Glatzel konnte sich seinen Vizemeistertitel durch ein sehr besonnenes Rennen und Platz 4 sichern.

An dieser Stelle kann man nicht überholen!

Das werden nicht nur die entsetzten Zuschauer gedacht haben, sondern auch Jens Weimann. Was war passiert?
Weimann und Johannes Leidinger kämpften um den Meistertitel in der Division 1. Weimann schafft bereits im Qualifikationstraining beste Voraussetzungen, dass er den Titel gewinnen kann, und stellt sein Auto mit der schnellsten Runde auf dem ersten Startplatz ab. Direkt hinter ihm steht zum Start der Gastfahrer Thomas Winkelhock. Leidinger hat erst den dritten Startplatz inne.
Er kann allerdings sehr schnell Winkelhock überholen und macht sich an die Aufholjagd zu Jens Weimann. Bereits nach wenigen Runden ist Leidinger im Windschatten von Weimann. Bereits Eingang des Motodroms verpasst Leidinger Weimann einen kleinen Stoß ins Heck des BMW - das blieb aber noch ohne Folgen. In der darauf folgenden Schikane fährt Leidinger völlig übermotoviert über die innere Streckenbegrenzung, sein Auto hebt kurz ab und er touchiert Weimann hinten rechts. Dieser Stoß war allerdings so stark, dass Weimann völlig die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert und mit hoher Geschwindigkeit von der Strecke abkommt. Erst die Reifenstapel beenden sehr unsanft diesen heftigen Abflug, das Auto ist völlig zerstört. Leidinger kann die Fahrt allerdings fortsetzen.

Der Unfall aus der Onboard-Kamera von Jens Weimann

 

Die Rennleitung entschied nach Ende des Rennens, dass Leidinger aufgrund dieses Unfalls disqualifiziert wird. Somit war Weimann Meister! Doch diese Freude währte nur kurz, denn das Team Engstler von Leidinger legte gegen diese Entscheidung Protest ein. So wird der Meistertitel der Saison 2013 in der Division 1 erst durch ein Urteil des Sportgerichts des DMSB in Frankfurt/Main vergeben.

Eine spannende Saison 2013 ist zu Ende. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Saison, und wir werden im Team von Glatzel Racing viel für die neue Saison tun.

Darüber hinaus wird die Deutsche Tourenwagen Challenge noch spannender werden. Es kommen einige neue Teams, Fahrer und Fahrzeuge hinzu. Näheres dazu später hier in den News.

 

Mein neuer Blog ist online.

Seit wenigen Wochen ist mein neuer Blog motorsportcoach - der blog im Netz zu finden. Die Themen dazu liegen buchstäblich auf der Straße. In diesem Blog gebe ich ein paar Einblicke in meine Arbeit an den Rennstrecken, die Themen meiner Arbeit, und ich analysiere einige interessante Augenblicke des internationalen Motorsports.

Die Beträge des Blogs sind direkt mit meiner Facebook-Seite facebook.com/motorsportcoach verknüpft. Wer also bereits Fan dieser Seite ist, bekommt alle neuen Blogeinträge frei Haus geliefert. Darüber hinaus gibt es natürlich auch die Möglichkeit, über neue Beiträge im Blog per E-Mail informiert zu werden. Dazu reicht es aus, sich in der rechten Spalte mit seiner E-Mail-Adresse zu registrieren und voilá: Die Information über ein neues Thema landet im Postfach der Mails.

Viel Spaß beim Lesen und kommentieren. Und wenn es ein interessantes Thema zum Besprechen im Blog gibt: Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Einfach eine Mail schreiben an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sachsenring: Und ewig bleibt die Unsicherheit über das Wetter

Es war schwierig, sich für die richtigen Reifen und das richtige Setup des Autos zu entscheiden. Alle drei Fahrer des Glatzel Racing Teams standen vor der Herausforderung, als Wetterorakel aufzutreten. Denn die Schwierigkeit am Sachsenring besteht im plötzlichen Ändern des Wetters.

So geschah es auch am Wochenende des 9. Juni 2013. In den ersten beiden Trainings war die Strecke trocken, beim Qualifing jedoch änderte sich während des Trainings die Wetterlage dramatisch. Schon vor dem Qualifikationstraining sah es bedrohlich dunkel am Himmel aus, die Strecke blieb jedoch trocken. Allerdings war schon beim Losfahren klar, dass es darauf ankommt, sofort die nötige schnelle Runde zu fahren. Denn im Regen werden naturgemäß die Zeiten dramatisch schlechter.

Damit ein Eindruck über den Unterschied entsteht, der bei wechselnden Wetterbedingungen herrscht, habe ich hier mal die Rundenzeiten zusammengestragen:
trockene Strecke, Slick-Reifen: ca. 1:38min pro Runde
leichter Nieselregen, Slick-Reifen: ca. 1:48min pro Runde
Regen, Regenreifen: ca. 1:50min pro Runde

Deswegen mussten die Fahrer ohne Verzögerung starten, nachdem die Boxenampel pünktlich auf grün schaltete. Und tatsächlich reichte die Zeit gerade für drei schnelle Runden im Trockenen, bevor der Nieselregen einsetzte und damit schnellere Zeiten vereitelte. Deswegen stellten einige Fahrer auch ihre Autos direkt mit dem Einsetzen des Regens ab. Andere jedoch nutzten die Möglichkeit, die Strecke auch unter feuchten bis stellenweise nassen Bedingungen kennen- und einschätzen zu lernen.
Für die Fahrer von Glatzel Racing endete das Qualifying mit den Startplätzen 2, 3 und 4 für das erste Rennen am Sonntag.

Das fand dann auch als Regenrennen statt. Der von der ersten Startposition ins Rennen gegangene David Grießner von ETH-Tuning konnte einen nahezu ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfahren. Hinter ihm fuhr Yury Krauchuk von Glatzel Racing auf Platz zwei, der diese Position von seinem Teamkollegen Ralf Glatzel nach einem Fahrfehler übernehmen konnte. Glatzel seinerseits musste sich noch über zwei Runden seines dritten Fahrers Kai Jordan erwehren, der viel Druck aufbaute. Glatzel ließ sich aber mit großer Ruhe nicht in einen weiteren Fehler drängen und fuhr als Dritter aufs Treppchen.

Im zweiten Rennen herrschte strahlender Sonnenschein bei trockener Strecke.
Glatzel konnte direkt nach dem Start einen Platz gewinnen und fuhr dicht hinter Grießner und konnte diesen auch massiv unter Druck setzen. Eine Safety-Car Phase unterbrach Glatzels Drang, nach vorn zu fahren, weil unter diesen Umständen Überholmanöver verboten sind.
Nachdem die Strecke und das Rennen wieder frei gegeben waren, griff Glatzel weiter an. Krauchuk musste zwischenzeitlich das Auto abstellen: Er steckte nach einem Fahrfehler im Kiesbett fest und konnte das Fahrzeug nicht mehr aus eigener Kraft bergen.
Jordan fuhr auf Position 4 hinter Rinke und hatte auch mehrfach die Chance, diesen zu überholen, aber Rinke wehrte sich tapfer. Nach einem Unfall auf der Rennstrecke zwischen Julia Trampert und Guido Thierfelder, der ihr ins Auto fuhr, gab es eine zweite Safety-Car Phase. Die Aufräumarbeiten dauerten allerdings zu lange, so dass das Rennen schließlich hinter dem Safety-Car beendet wurde. Die Chancen für Glatzel und Jordan, weitere Plätze gut zu machen, sind somit vertan.

Trotzdem ist Glatzel zufrieden mit dem Ergebnis. Er führt weiterhin die Meisterschafts-Tabelle vor Grießner und seinen Teamkollegen Krauchuk und Jordan an.

 

Ein Team, zwei Rennen, sechs Podiumsplätze in Spa-Francorchamps

Es ist die Maximalausbeute eines Rennwochenendes. Das Tourenwagenteam von Glatzel Racing hat in beiden Rennen der Deutschen Tourenwagen Challenge die Plätze 1 bis 3 belegt. Besser geht es für ein Team nicht mehr.

Das gesamte Wochenende wartete mit sehr wechselhaften Wetterbedingungen auf. Das machte jedes Mal, wenn es zum Training oder zum Rennen ging, schwer, die richtige Entscheidung für Reifen zu treffen.

Die Rennen selber verliefen sehr spannend. Die drei Fahrer von Glatzel Racing Ralf Glatzel, Yury Krauchuk und Kai Jordan hatten schon mit sehr guten Ergebnissen im Training eine gute Ausgangsposition für das erste Rennen geschaffen. Doch das Rennen selber sollte an Perfektion noch lange seinesgleichen suchen.

Wenige Runden nach dem Start war der Führende David Grießner von ETH-Tuning stark unter Druck. Krauchuk und Glatzel passierten ihn meisterlich links und rechts in der Anbremszone von Les Combes. Direkt danach konnte auch Jordan Grießner überholen, der keine Gegenwehr mehr leisten konnte. Von nun an war für die Zuschauer packender Motorsport zu sehen. Die drei Piloten von Glatzel Racing haben keinesfalls aufgehört zu kämpfen, ganz im Gegenteil! Ständige Überholmanöver, Windschatten fahren und Führungswechsel waren für die Zuschauer zu bestaunen. Das Ergebnis: 1. Krauchuk, 2. Glatzel, 3. Jordan.

Für mich an den Monitoren in der Boxengasse sah das Ganze allerdings zum Haare raufen aus. Packender Motorsport - ja bitte! Aber denkt auch an die Herzfunktion der Verantwortlichen, wenn ihr nach dem Windschatten beim Anbremsen auf die Bus-Stop-Schikane nebeneinander einbiegt. :)

Im zweiten Rennen machten den Sieg Glatzel und Jordan unter sich aus. Yury Krauchuk konnte den dritten Platz einfahren, war aber wegen einer unglücklichen Reifenwahl seinerseits nicht in der Lage, den Top-Speed der beiden Führenden mitzugehen.
Wieder konnten wir beherzte Renn-Action von Jordan und Glatzel beobachten, dieses Mal mit dem besseren Ende für Jordan, der vor Glatzel und Krauchuk durchs Ziel ging.

Alles in allem ein sensationelles Rennwochenende mit einer perfekten Arbeit des gesamten Teams und der Fahrer. Noch einmal einen herzlichen Dank an alle aus dem Team Glatzel Racing für die tolle Performance das gesamte Wochenende über.

Hier ist noch das Video der Zusammenfassung des Wochenendes.

 

Virtuality meets Racing: Besuch der eGamer von Tera-Gaming in Oschersleben

Überraschend und schön: Die Racer der eGamer von Tera-Gaming statteten uns - dem Glatzel-Racing-Team in der ADAC Procar - im Fahrerlager einen Besuch ab. Dabei wurden sie von Felix und Holger vertreten, die sehr interessiert an unserem Team, den Autos und den Gepflogenheiten rund um ein Rennwochenende waren.

Felix nutzte sofort seine Chance, in ein - aufgebocktes - Rennauto zu steigen und setzte sich ans Steuer von Ralf Glatzels Fiesta. Felix ist bekannt dafür, dass er in den virtuellen Rennen der eGamer-Community ein perfekter Rennfahrer ist, der seine Autos immer sehr gut abstimmen und fahren kann. So war es für ihn auch nur zwangsläufig, dass er technische Details des Autos wissen wollte. Das gesamte Team stand den Beiden Rede und Antwort.

Und Dank des Daumendrückens konnte Ralf seine perfekten Platzierungen der Plätze 1 und 2 in den beiden Sonntagsrennen einfahren.

Wir hoffen, die Jungs noch öfter in dieser Saison in unserem Team begrüßen zu können. Schön, dass ihr da wart.

CARlo-Award - der Community-Award für die Zuschauer

Mit dem CARlo-Award hat das online Fanzine "Die Boxengasse" einen tollen Preis für die Fahrer und Zuschauer bereit gestellt.
Beim CARlo werden alle Fahrer eines Rennwochenendes durch eine unabhängige Jury nominiert, die Besonderes geleistet haben. Sei es durch beherzte Fahrmanöver, faires Verhalten oder auch Kampfgeist bis zur letzten Runde. Dabei stehen weder eine Podestplatzierung noch Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern vielmehr das positive Gefühl, das sie bei den Zuschauern ausgelöst haben.
Die Nominierungen werden nach jedem Rennwochenende online bekannt gegeben und beispielsweise durch Facebook promotet. Der Pokal wird dann am nächsten Rennwochenende verliehen.

Darüber hinaus wird es in dieser Saison einen separaten CARlo geben, der für besondere Fairnes über die gesamte Rennsaison vergeben wird. Dieser ist - neben dem bereits bekannten Pokal - mit dem Gewinn eines ultraleichten Fahreranzuges dotiert.

Für das vergangene Rennwochenende in Oschersleben sind folgende Fahrer nominiert:
Jens Weimann
Julia Trampert
Andreas Rinke
Ralf Glatzel

Die Abstimmung zum CARlo ist hier zu finden.

Perfekter Saisoauftakt in Oschersleben

Am vergangenen Wochenende gastierte die Deutsche Tourenwagen Challenge des DMSB in Oschersleben zu den ersten beiden Rennen der Saison.

In der Division 2 legten die Fahrer Ralf Glatzel von Glatzel-Racing und David Griessner von ETH Tuning einen Saisonauftakt nach Maß hin. Glatzel gewann ein sehr spannendes erstes Rennen vor Griessner. Dieser revanchierte sich im zweiten Rennen mit einem Sieg vor Glatzel. Somit führen die beiden punktgleich die Tabelle in der Procar an.

Die beiden freien Trainings dominierten die Fahrer von Glatzel Racing. Selbst im Regentraining führten sie die Zeitentabelle an.
Spannend wurde es bereits beim Qualifikationstraining am Samstag. Trotz leichtem Nieselregens war die Ideallinie auf der Rennstrecke trocken. Es war also pokern mit den Reifen angesagt. Einerseits sah es so aus, als würde der Regen noch kurz vor dem Training einsetzen, andererseits waren bereits einige schnell gefahrene Runden auf Slickreifen eine Garantie für eine vordere Platzierung - wenn die Strecke trocken bleibt!

So sahen wir in der Boxengasse sowohl einige Autos auf Slickreifen, andere hatten schon Regenreifen aufgezogen. Als das Training allerdings begann, war von Regen noch nichts zu sehen. Das hieß für alle Teams, in Windeseile die Trockenreifen aufzuziehen. Damit konnten die Fahrer einige Runden fahren. Jedoch machte nicht zuerst der Regen einen Strich durch die Rechnung der Teams, sondern vielmehr ein Abbruch des Trainings durch einen Unfall. Wer bis dahin eine schnelle Runde fahren konnte, war sich einer Top-Platzierung sicher. Denn während des Wartens, dass das Training neu gestartet wurde, setzte tatsächlich der erwartete Regen ein. Somit war an eine Verbesserung der Zeiten nicht mehr zu denken.
Die ersten 4 Startplätze hatten Guido Thierfelder, Ralf Glatzel, David Griessner und Julia Trampert herausgefahren.

In der Division 1 hatte der zwischenzeitliche Abbruch und der Regen fatale Folgen für den Titelverteidiger Jens Weimann. Er konnte praktisch keine schnelle Runde im Trockenen fahren und wurde nach dem Qualifying nur Vierter. Auf den ersten drei Startplätzen standen Johannes Leidinger, Markus Huggler und der Gaststarter mit einer sehr guten Performance Michael Bräutigam.

Entsprechend turbulent und mit vielen Überholmanövern in beiden Divisionen war der Beginn des ersten Rennens am Sonntag. Weimann konnte auf seinem BMW schnell zwei Plätze gutmachen, Thierfelder und Glatzel setzten sich frühzeitig in der Division 2 vom Rest des Feldes ab.
Gerade in der Divison 2 wurde am Kopf des Feldes hart gekämpft. Glatzel konnte Thierfelder nach zwei Runden überholen und hinter sich halten. Thierfelder konterte zwei Runden später und übernahm erneut die Führung, dicht gefolgt von Glatzel, der wenige Runden später wieder an der Spitze fuhr. Thierfelder bekam zusätzlich noch eine Durchfahrtsstrafe erteilt, weil er beim fliegenden Start die Startaufstellung weit verlassen hatte, und eben das nicht zulässig ist. Also fiel Thierfelder im Feld weit zurück. Damit konnte Glatzel deutlich entspannter fahren, denn der nun Zweitplatzierte Griessner hatte einen deutlichen Abstand.

In der Division 1 hetzte Weimann seinen ärgsten Konkurrenten Johannes Leidinger vor sich her. Die beiden fuhren dem Rest des Feldes auf und davon. Erst als Leidinger seinen BMW mit einer defekten Benzinpumpe abstellen musste, lag Weimann in Führung. Doch nicht lange, und diese Freude wich bitterer Enttäuschung: Auch Weiman bekam eine Durchfahrtsstrafe der Rennkomissare erteilt, denn er hatte die Startaufstellung ebenso verlassen wie Thierfelder. Das ist besonders schade, denn eine spätere Videoaufzeichnung aus Weimanns Auto stellte klar, dass er - als Einziger - tatsächlich in der Linie der vorgeschriebenen Startaufstellung geblieben war.

Somit kämpften Markus Huggler und Michael Bräutigam packend um die erste Position, die am Ende Huggler gewann. Besonders schön war zu beobachten, wie sich der Journalist Michael Bräutigam als Gaststarter im Feld der Super2000-Boliden behaupten konnte. Mit viel Einsatz und Nerven verwöhnte er die Zuschauer, dass sie ein fulminantes Rennen sehen konnten. Danke Michael.

Im zweiten Rennen waren etwas weniger Zweikämpfe zu beobachten. In der Division 2 setzten sich Griessner und Glatzel frühzeitig vom Feld ab und beendeten das Rennen ohne weitere Überholmanöver mit Griessner auf 1 und Glatzel auf 2.
Glatzel sagte nach dem Rennen: "Wir hatten mit abbauenden Reifen gegen Rennende zu kämpfen. Und so habe ich mich entschlossen, lieber etwas Druck rauszunehmen, bevor ich mit den schlechten Reifen noch abfliege. Ein zweiter Platz, und zweimal auf dem Siegerpodest gestanden zu haben, ist ein super Saisonauftakt für  mich und das gesamte Team. Ich freue mich sehr über die Führung in der Meisterschaft."

Auch die Division 1 beschränkte sich dieses Mal auf einen fulminanten Zweikampf zwischen Weimann und Leidinger, den Weimann für sich entscheiden konnte. Um den dritten Platz fuhren wieder Huggler und Bräutigam, mit dem besseren Ende für Markus Huggler. Michael Bräutigam wollte den von Sponsoren bereit gestellten Super2000-BMW lieber in einem Stück zurück in die Box bringen, als ihn bei waghalsigen Manövern nachhaltig zu verformen.

Alle Ergebnisse und die Meisterschaftstabelle sind hier zu finden.

Das nächste Rennwochenene findet am 10. bis 12. Mai 2013 statt. Dann gastiert die Rennserie an der Traditions-Strecke im belgischen Spa-Francorchamps.

Wochen des Donners:

ADAC Procar, WTCC, Rallye Wartburg, Rallye-WM in Trier


Es werden stürmische Wochen im August. Und dabei beginnt es schon an diesem Wochenende, Ende Juli.
Dann startet die ADAC Procar-Serie in die zweite Saisonhälfte in der Motorsportarena Oschersleben. Gleichzeitig gastiert in Oschersleben auch die Tourenwagen-WM WTCC.
Für mich beginnt das Rennwochenende als Gast der ADAC Procar am morgigen Samstag.

Vom 5. bis 8. August fahre ich die Rallye Wartburg in Eisenach. Meine Herkunft aus der automobilen Stadt Eisenach verpflichtet! Wir fahren im Rahmen der Meisterschaft des Historic-Rallye-Cup den 5. und 6. Meisterschaftslauf. 2 Tage mit den historischen Autos in der ersten Rallye-Liga: das wird ein grandioses Erlebnis.

Ab dem 17. August bin ich in und um Trier unterwegs, dort starten die Fahrer der Rallye-WM wieder ihre Motoren bei der Rallye Deutschland.
Dann sind die besten Rallyefahrer der Welt in den Weinbergen der Mosel, auf dem Truppenübungsgelände in Baumholder und den pfeilschnellen Asphaltprüfungen unterwegs.
Dort werde ich wieder viele interessante Fahrer treffen und angeregte Gespräche führen können.

 

Tolles Rennwochenende am Eurospeedway

Die ADAC Procar-Serie gastierte vom 2. bis 9. September 2011 am Eurospeedway im Rahmen der ADAC GT-Masters.

Was wir als Zuschauer erleben konnten, waren ein spannendes Qualifying am Samstag, eine Änderung der Startaufstellung am frühen Sonntag und zwei spannende Rennen in den Divisionen 1 und 2 am Sonntag nachmittag.

Das Qualifying der Division 1 endete denkbar knapp für Johannes Leidinger vor dem Berliner Andreas Kast. Leidinger hatte allerdings aufgrund seiner letzten Rennerfolge 60kg Zusatzgewicht an Bord, Kast fuhr ohne. Den dritten Startplatz holte sich Jens Weimann. Die zweite Startreihe komplettierte der Schweizer Peter Rikli. Doch nach dem Qualifying stellten die Sportkommissare regelwidrige Radsensoren bei Kast, Weimann und Rikli fest. Deren Zeiten wurden daraufhin gestrichen, und sie mussten von ganz hinten starten! Das brachte den ebenfalls für Rikli-Motorsport startenden Christian Fischer auf den zweiten Startrang.

Der hatte dann auch den besten Start erwischt und setzte sich noch am Ende der Startgeraden vor Johannes Leidinger. Von hinten pflügten sich Kast, Weimann und Rikli durch das Feld der schwächer motorisierten Division 2. Weimann und Kast schoben sich schon vor dem Ende der ersten Runde auf die Plätze 3 und 4 nach vorn. Die vier Führenden lieferten sich spannende Windschattenduelle, bis in der 6. Runde Weimann die Führung vor Leidinger übernahm und nicht wieder abgab. Kast komplettierte das Siegerpodest mit Platz 3.

Die Division 2 rückte durch die am Ende des Feldes startenden Fahrer der Division 1 im Startfeld ebenfalls nach vorn. Auch hier waren während des gesamten Rennens viele Windschattenduelle zu beobachten. So pfeilte Ralf Glatzel vom Bruno Banani-Team durch das Feld zwischenzeitlich bis auf Rang 2 vor. Durch einen kleinen Fahrfehler verlor er diese Platzierung wieder und fiel bis auf Rang 4 zurück. Am Ende fuhr er auf Platz 3 über die Ziellinie. Einzig Nils Mierschke, der mittlerweile Meisterschaftsführende der Division 2, zog unbeiirt seine Runden. Ohne Fahrfehler und ohne Konzentrationslücken fuhr er mit einem beträchtlichen Vorsprung einen Start-Ziel-Sieg nach Hause.

Sein Teamkollege für dieses Rennwochenende war Martin Löser, Redakteur der Kabel1-Sendung Abenteuer Auto. Ein gesamtes Kamerateam begleitete ihn über das Wochenende. Doch darüber später noch mehr.
Seine Fahrleistungen waren ausgezeichnet, mit den Plätzen 6 im ersten und sensationell 5 im zweiten Rennen ließ er auch die erfahreneren Akteure aufhorchen. Hoffentlich erleben wir ihn noch zu anderen Rennwochenenden.

Das zweite Rennen begann gleich mit einem Rennunfall, bei dem Jens Löhnig sein Auto mit schwerem Schaden abstellen musste. Er war in das angestoßene und gedrehte Auto von Peter Rikli gekracht. Glücklicherweise ist Löhnig nichts passiert. Rikli konnte das Rennen weiterfahren. Die Rennkommissare sahen Ulrike Krafft als die Verursacherin des Unfalls und brummten ihr eine Durchfahrtsstrafe auf. Damit fiel sie hoffnungslos zurück. Doch damit konnte die Schweizerin Sandra Sutter vom Bruno Banani-Team auftrumpfen und fuhr als Gesamtsiebente und beste Frau des Rennens über die Ziellinie.

In der Division 1 konnte Leidinger das zweite Rennen für sich entscheiden, die weiteren Platzierungen gingen an Christian Fischer und Michail Stepanov.

Die Division 2 ließ noch mehr Feuer aufkommen, dort gab es bis zur letzten Runde Gerangel um die ersten drei Plätze. Mierschke klagte über Kühlerprobleme und verteidigte beinhart seinen dritten Platz vor Lucas Buhk. Der Kampf um den Sieg wurde erst in der allerletzten Runde am Ende der langen Gegengeraden für Ralf Glatzel entschieden, der einen Tick später bremste und sich so an Kevin Krammes vorbeischieben konnte. So konnte Glatzel den ersten Saisonsieg herausfahren.

Glückwunsch allen Siegern und Platzierten, und wir sehen uns am 16. bis 19. September in Assen wieder.

Spannendes Rennwochenende in Assen

Dieses Mal war die ADAC Procar-Serie vom 16. bis 18. September 2011 am TT-Circuit in Assen im Rahmen der ADAC GT-Masters.

Assen war wieder sensationell. Spannung ohne Ende in der Adac Procar: Johannes Leidinger hat seinen Titel in der Division 1 vorzeitig gesichert, herzlichen Glückwunsch!

Ein zweiter Platz im ersten Rennen hinter Peter Rikli sicherte ihm genügend Punkte, um vorzeitig Meister in seiner Klasse zu werden. Im 2. Rennen fuhr Johannes standesgemäß als Meister auf Platz 1 und brachte somit ein perfektes Wochenende für sein Team zum Abschluss.

In der Division 2 ging es sehr lebhaft zu. In der Meisterschaft ist bislang noch nichts entschieden. Sowohl der Kampf um den Meistertitel zwischen Nils Mierschke und Guido Thierfelder als auch die Entscheidung um Rang 3 zwischen Ralf Glatzel und Kevin Krammes sind nach wie vor sehr spannend.

Das Qualifying sah Ralf Glatzel auf der Pole, gefolgt von Kevin Krammes und Nils Mierschke. Auf der 4 stand Lucas Buhk, ebenfalls vom Bruno Banani-Team von Roland Glatzel. Durch einen Motorwechsel war allerdings Nils reglementbedingt ans Ende des Starterfeldes versetzt worden. Im Rennen pflügte er aber regelrecht durch das Feld und biss sich lange an Lucas die Zähne aus.
Schlussendlich fuhr Nils auf Position 2 hinter Guido Thierfelder, der bereits das gesamte Wochenende über Zündaussetzer klagte. Auf Rang 3 kam nach einem perfekten Rennen Lucas ins Ziel, dicht gefolgt von Ralf. Kevin konnte sich nicht an Ralf vorbeischieben und beendete sein Rennen auf Platz 5. Sandra Sutter, auch von Gatzel-Racing, komplettierte den Erfolg des Teams mit Platz 8.

Im 2. Rennen konnte Lucas bereits in der ersten Kurve auf Platz 2 nach vorn fahren, Nils machte fair Platz. Doch schon in der nächsten Kurve fiel Lucas bis ans Ende des Feldes zurück, eine unverschuldete Kollision bescherte ihm einen Dreher, Kevin Krammes konnte darüber hinaus nicht mehr ausweichen und krachte ihm vehement ins Auto. Mit verstellter Spur und gerissener Frontscheibe durch den Aufprall kämpfte sich Lucas mit stumpfen Waffen bis auf Rang 6 nach vorn ins Ziel.
Ralf konnte dem Scharmützel vollständig entgehen und beendete das Rennen auf Position 4 hinter Nils Mierschke, Guido Thierfelder und Ulrike Krafft. Allerdings wäre auch da mehr drin gewesen, ein Dreher mit anschließendem Ausflug auf die Wiese kostete ihn eine Platzierung auf dem Treppchen. Ralf war sich nach dem Rennen auch sicher, dass noch ein paar Runden mehr im Rennen seinen Fehler ausgebügelt hätten und er auf Rang 3 landen könnte. Doch hätte, wenn und aber: Die Platzierung brachte ihm wertvolle Punkte in der Meisterschaft.
Sandra konnte ihre Leistung im ersten Rennen bestätigen und kam fehlerfrei auf Platz 8 ins Ziel.

Nun sind es noch zwei Wochen bis zur endgültigen Entscheidung auf dem Hockenheimring. Nils Mierschke führt mit 110 Punkten vor Guido Thierfelder, der 101 Punkte hat.
Noch knapper wird die Meisterschaft um Platz 3: Kevin Krammes hat nur einen einzigen Punkt Vorsprung vor Ralf Glatzel. Das bedeutet, der Druck auf Kevin wächst. Denn sollte Ralf bei beiden Rennen vor Kevin ins Ziel kommen, ist er Meisterschaftsdritter. Heißer Herbst...